Könnten Sie mir bitte Auskunft darüber geben, ob es eine Norm gibt, wie groß die Öffnung in einer Maschine sein muss um Partikelmessungen durchzuführen.

Sie meinen sicherlich mit Maschine ein Minienvironment und bei der Partikelmessung eine Online-Messung. Dabei ist die isokinetische Ansaugdüse im Arbeitsbereich und nur der antistatische Schlauch wird nach Außen geführt. Da unterscheidet sich je nach Hersteller und Gerätetype (f³ od. 100L) der Durchmesser des Schlauches. Es gibt am Markt zwei typische Größen: 10mm und 13mm.

Ich habe eine eingehauste Abfülllinie mit verschiedenen Sektoren, die unterschiedliche Reinheitsklassen haben. Die Sektoren haben Bauart bedingt Luftkurzschlüsse. Es geht ja das Förderband durch. Wie ist das Reinraum technisch zu bewerten? Gilt hier auch die Forderung 10Pa Druckdifferenz zwischen den Klassen / Sektionen? Ganz schlimm: im letzten Abschnitt muss auch noch Unterdruck herrschen, damit Wirkstoff nicht vom Personal eingeatmet wird…

Nein, in diesem Fall wird hier üblicherweise nicht mehr mit definierten Druckunterschieden und Alarmgrenzwerten gearbeitet sondern mit Strömungsvisualisierungen und kontinuierlicher Luftgeschwindigkeitsmessung. Mit der Annahme, dass bei konstanten Volumenströmen die Überströmung von einer Zone zur nächsten sichergestellt ist.

Laut ISO-14644 sind Lecktests an den endständigen HEPA-Filtern durchzuführen. Wie verhält sich das, wenn in Reinräumen (RRK D) nur EPA-Filter (H11) verbaut wurden, Ist in diesem Fall eine Klassifizierungsmessungen des Reinraumes ausreichend, da H11-Filter gemäß ISO 14644-3 nicht überprüft werden können?

H11 Filter können nicht nach Norm geprüft werden. Risikoanalys durchführen und danach entscheiden ob eine Filtertausch auf H13 erforderlich ist oder eine Raummessung (regelmäßig) ausreicht.